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🚀 Beta läuft
PYNGUP: Rebellion gegen toxische Produktivität
Beta auf 100 Plätze begrenzt. Tasks werden zu sozialen Commitments statt einsamer To-Dos.
Es ist der vorletzte Tag meiner Challenge und eine Sache muss ich schon vor dem Finale loswerden. Es gibt da etwas, was ich gelernt habe und was so enorm wichtig ist: die Bereitschaft, immer wieder neu anzufangen.
Früher habe ich oft nach diesem Muster gehandelt: ich habe mir etwas vorgenommen, habe es geplant und kam dann in die Umsetzungsphase. Der erste Tag lief super, der zweite auch, vielleicht auch der Dritte, aber spätestens am vierten Tag ist irgendwas eingerissen. Eine Routine oder Sache, die ich mir vorgenommen hatte, wurde nicht durchgezogen oder ich habe etwas umgeplant oder gar prokrastiniert. Der gesamte Plan war für mich dahin.
Wenn eine Serie unterbrochen wurde, kam schnell der Gedanke: “Ok, dann brauch ich das jetzt auch nicht mehr machen”.
Anstatt einfach weiterzumachen, habe ich die Unterbrechnung einfach als Scheitern des Gesamten Plans akzeptiert. Was ein völliger Quatsch ist!
Heute weiß ich: eine Unterbrechnung ist einfach nur eine Unterbrechnung. Ich kann die Serie einfach am nächsten Tag fortführen. Einfach so tun, als sei nichts gewesen.
Dahinter verbirgt sich ein komplett eigenes Mindset, nämlich die Bereitschaft, jederzeit wieder neu zu starten. Du nimmst dir vor, täglich 20 Liegestütze zu machen? Nach einer Woche kannst du dich aber einen tag lang nicht dafür motivieren? Egal: mache am nächsten Tag weiter.
Du stehst morgens mit dem falschen Fuß auf? Der Tag ist nicht verloren. Gehe deinen Weg einfach weiter. Der restliche Tag ist ja trotzdem da und du hast die Chance, ihn sinnvoll zu nutzen.
Vermutlich das Ego. Es ist schwer, sich einzugestehen, gescheitert zu sein. Vor allem, wenn es um die eigenen Pläne geht. Vielleicht ist es leichter, an einer Aufgabe zu scheitern, die uns jemand Aussenstehendes gibt; das ist nur eine Vermutung und nicht empirisch geprüft. Ich glaube, dass das Scheitern an eigenen Zielen immer ein wenig das Eingeständnis ist, nicht gut zu sein.
Es ist dann oft leichter, einfach gar nichts mehr zu machen und die Serie einfach zu durchbrechen. Dann muss man sich auch nicht eingestehen gescheitert zu sein.
Doch das ist in der Sache natürlich völlig falsch. Wer nach einer Woche Liegestütze ein oder zwei Tage Pause einlegt und dann einfach weitermacht, wird am Ende immer fitter und durchtrainierter sein, als die Person, die dann aufgibt.
Egal um was es geht. Jede Serie reißt irgendwann mal ein. Egal: gönn dir eine Pause und starte einfach von neuem. Immer und immer wieder.
Erfolg hat derjenige, der einmal mehr aufsteht, als derjenige der liegen bleibt.
Nikolai Fischer ist Gründer von Kommune3 (seit 2007) und führender Experte für die Verbindung von Software-Entwicklung und Unternehmertum. Mit 17+ Jahren Erfahrung hat er hunderte von Projekten geleitet und erreichte #1 auf Hacker News. Als Host des Podcasts "Kommit mich" und Gründer von skillution verbindet er technische Expertise mit unternehmerischem Denken. Seine Artikel über moderne Webentwicklung und systematisches Problem-Solving haben tausende von Entwicklern beeinflusst.
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