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Warum ich nach 17 Apps PYNGUP baue - Meine Rebellion gegen die Produktivitäts-Industrie

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🚀 Beta läuft

PYNGUP: Rebellion gegen toxische Produktivität

Beta auf 100 Plätze begrenzt. Tasks werden zu sozialen Commitments statt einsamer To-Dos.

🚀 Beta beitreten 📖 Story lesen "€487 verschwendet"

27. Juni 2025 - Tag 1 meiner öffentlichen PYNGUP-Reise | 8 Min Lesezeit

Ich bin Unternehmer. Seit 2007 führe ich eine Software-Firma. Du denkst vielleicht: "Der hat sein Leben im Griff."

Bullshit.

Ich hatte 17 verschiedene To-Do-Apps ausprobiert, journalte jeden Morgen meine Ziele und plante jeden Tag so optimistisch, als wäre ich ein Roboter ohne schlechte Tage. Ich las alles von Tim Ferriss bis Tony Robbins, meditierte 20 Minuten täglich und trackte meine Gewohnheiten wie ein Wissenschaftler.

Das Ergebnis? Eine endlose To-Do-Liste, ständiger Frust und das Gefühl, trotz "Selbstbestimmung" komplett fremdbestimmt zu sein.

Bis ich endlich begriffen habe: Die Produktivitäts-Industrie lügt. Sie verkauft dir Isolation als Lösung und Narzissmus als Erfolg.

Deshalb baue ich PYNGUP. Nicht als weitere App, sondern als Rebellion gegen alles, was die Produktivitäts-Kultur falsch macht.

Meine 17-App-Odyssee (oder: Wie ich zum Produktivitäts-Junkie wurde)

Es fing harmlos an. Todoist sah so clean aus, so professionell. "Endlich bringe ich mein Leben in Ordnung", dachte ich. Drei Wochen später war meine To-Do-Liste länger als je zuvor.

Also probierte ich Any.do. Dann Things 3 (€50 für eine To-Do-App - ernsthaft?). Dann Notion, weil alle Startup-Bros darauf schwörten. Dann TickTick, Asana, Trello, Microsoft To Do...

Die Liste wurde länger: OmniFocus, 2Do, Clear, Remember the Milk, Wunderlist (RIP), Forest, Habitica, Sunsama, Motion...

Nach 17 Apps und geschätzten €487 an Subscription-Fees war ich weniger produktiv als je zuvor. Aber hey, ich hatte für jede Lebenslage die perfekte App!

Das Problem: Ich sammelte Produktivitäts-Apps wie andere Briefmarken. Jede neue versprach, mein Leben zu verändern. Keine tat es.

Der Moment der Wahrheit

Es war ein Mittwochabend im März 2023. Ich saß vor meinem Laptop, starrte auf meine perfekt kategorisierte Notion-Datenbank mit 23 unerledigten Aufgaben und fühlte mich... leer.

Mein Handy klingelte. Sarah, eine Freundin, die gerade ihre Selbstständigkeit startete: "Ich komm nicht voran. Hab so viel zu tun, aber kriege nichts geschafft. Du als erfahrener Unternehmer – hast du einen Tipp?"

Automatisch wollte ich ihr einen Link zu Tim Ferriss schicken. Aber dann passierte etwas anderes. Ich sagte: "Lass uns einen Videocall machen. Nicht als Coach, sondern weil ich das Problem kenne."

45 Minuten später hatte sie zum ersten Mal seit Wochen alle ihre wichtigen Aufgaben erledigt. Nicht wegen einer App oder einer Technik. Sondern weil wir zusammen durch ihre Chaos-Liste gegangen waren. Weil ich ihr erzählt hatte, wie ich auch mit Prokrastination kämpfte. Weil ich ihr geholfen hatte, statt ihr ein Produkt zu verkaufen.

Nach diesem Gespräch fühlte ich mich zum ersten Mal seit Jahren wirklich gut.

Das war der Moment, als ich verstand: Die Lösung liegt nicht in dir. Sie liegt zwischen dir und anderen Menschen.

Das Problem mit der Produktivitäts-Industrie

Die Produktivitäts-Industrie verkauft dir eine gefährliche Lüge: "Du musst nur das richtige System finden, dann läuft alles."

Aber Menschen sind keine Maschinen. Wir sind soziale Wesen. Seit 10.000 Jahren haben wir in Gruppen überlebt, uns gegenseitig geholfen, voneinander gelernt. Und jetzt sollen wir plötzlich allein vor unseren Apps sitzen und "optimiert" werden?

Das ist evolutionärer Bullshit.

Meine 17 Apps haben alle dasselbe gemacht: Sie haben mich isoliert. Statt mit anderen zu reden, redete ich mit meiner To-Do-Liste. Statt um Hilfe zu bitten, kaufte ich die nächste App. Statt Probleme zu teilen, sammelte ich Produktivitäts-Hacks.

Ich wurde zum funktionierenden Narzissten.

Während ich um 5 Uhr morgens meditierte, schlief der Rest der Welt. Während ich meine Gewohnheiten trackte, ignorierten meine Apps die WhatsApp-Nachrichten von Freunden. Während ich an meinem Mindset arbeitete, baute ich eine Mauer zwischen mir und allen anderen Menschen auf.

Was ist PYNGUP? (Spoiler: Keine weitere App)

PYNGUP? Der Name kommt einfach von "pingen" - anderen eine Aufgabe zupingen, sie anpingen, sie in deine Projekte einbeziehen. Klingt cool und beschreibt genau, was passiert.

Falls du unbedingt eine fancy Abkürzung brauchst (weil du noch nicht ganz von der Produktivitäts-Industrie geheilt bist): "Put Yourself in New Group-Universal Purpose". Aber ehrlich? Das ist Bullshit. Du pingst andere an, statt alleine zu kämpfen. That's it.

PYNGUP verwandelt einsame Aufgaben in soziale Verpflichtungen.

Statt "Website überarbeiten" → "Tim meine neue Website zeigen und um Feedback bitten"

Statt "Business-Plan schreiben" → "Schwester von Geschäftsidee erzählen"

Statt "Workout machen" → "Mit Sarah zusammen joggen gehen"

Das Geheimnis: Dein Gehirn ist evolutionär darauf programmiert, soziale Verpflichtungen zu halten. Seit Jahrtausenden war es überlebenswichtig, was andere von dir dachten. Diese Evolution kannst du für dich nutzen.

Warum PYNGs funktionieren (und Apps nicht)

Der Unterschied zwischen einer Aufgabe und einem PYNG:

  • Aufgabe: "Präsentation vorbereiten" → Du enttäuschst dich selbst, wenn du es nicht machst
  • PYNG: "Kollegen Tom die Präsentation zeigen" → Du enttäuschst eine echte Person

Menschen halten soziale Verpflichtungen 4x häufiger ein als persönliche Ziele. Das ist nicht meine Meinung, das ist Neurowissenschaft.

Wenn ich Sarah sage "Ich zeige dir morgen meine Website", dann wartet Sarah darauf. Das schuf eine natürliche Verpflichtung, die stärker war als jede Willenskraft oder App-Notification.

Die drei Arten von PYNGs

1. Für andere machen - Du hilfst jemandem direkt

  • "Ich erkläre Lisa, wie Buchhaltung für Selbstständige funktioniert"
  • Sofortige Motivation, weil jemand auf dich zählt

2. Mit anderen machen - Gemeinsame Projekte

  • "Ich und Marc arbeiten zusammen an unseren Websites"
  • Geteilte Energie, weniger Prokrastination

3. Für dich mit Zeugen - Persönliche Ziele, aber andere schauen zu

  • "Ich erzähle der Mastermind-Gruppe von meinem Fortschritt beim Buch"
  • Soziale Rechenschaftspflicht ohne direkte Abhängigkeit

Warum ich das öffentlich baue

Ich könnte PYNGUP im Geheimen entwickeln, ein Jahr lang perfektionieren und dann mit Marketing-Budget launchen. Das wäre das Gegenteil von allem, wofür PYNGUP steht.

Stattdessen baue ich es öffentlich. Hier, auf diesem Blog. Weil:

  1. Es ist selbst ein PYNG - Ich habe euch erzählt, dass ich es baue. Jetzt muss ich liefern.
  2. Ihr seid meine Accountability-Partner - Eure Kommentare und Nachrichten halten mich auf Kurs.
  3. Community beats perfection - Lieber mit euch zusammen etwas Unvollkommenes schaffen als allein etwas "Perfektes".

Die Anti-Produktivitäts-Revolution

PYNGUP ist mehr als eine App. Es ist eine Rebellion gegen:

  • Guru-Kultur - Keine "Experten", nur Menschen, die sich gegenseitig helfen
  • Optimierungs-Wahnsinn - Weniger "besser werden", mehr "menschlich bleiben"
  • Isolations-Tools - Technologie, die verbindet statt trennt
  • Perfektion-Obsession - "Gut genug und zusammen" beats "perfekt und allein"

Wir bauen die erste Anti-Produktivitäts-App der Welt.

Der nächste Schritt (und warum ich deine Hilfe brauche)

In den nächsten Wochen baue ich die erste Beta-Version von PYNGUP. Nicht perfekt, nicht poliert, aber funktional genug, um das Konzept zu testen.

Aber hier ist das Ding: Ich kann das nicht allein. Das wäre wieder die gleiche Isolation, gegen die ich rebelliere.

Deshalb brauche ich dich.

Wenn du:

  • Auch genug hast von Apps, die nicht funktionieren
  • Müde bist von Produktivitäts-Gurus und ihren "Lösungen"
  • Glaubst, dass Menschen besser zusammen als allein sind
  • Bereit bist, ein unvollkommenes System zu testen statt ein perfektes zu kaufen

Dann werde Beta-Tester für PYNGUP.

Schreib mir eine E-Mail oder kommentiere hier unten. Erzähl mir von deiner eigenen App-Odyssee. Welche der 17 Apps hast du auch probiert? Was hat nicht funktioniert?

Lass uns gemeinsam beweisen, dass Produktivität menschlich sein kann.

Was als nächstes kommt

In den nächsten Wochen werde ich hier regelmäßig über den Entwicklungsprozess schreiben. Nicht die geschönten "Everything is awesome"-Updates, sondern ehrliche Berichte über Fortschritte, Rückschläge und Erkenntnisse.

Du wirst sehen:

  • Wie ich von 17 gescheiterten Apps lerne
  • Welche Features wirklich wichtig sind (und welche nur Produktivitäts-Porn)
  • Wie Community-Features entstehen
  • Warum manche Ideen komplett floppen

Das ist kein Marketing. Das ist Rebellion.


P.S.: Falls du dich fragst, welche der 17 Apps am schlechtesten war... das erzähle ich im nächsten Post. Spoiler: Es war nicht die, die du denkst.

Bist du bereit für die Anti-Produktivitäts-Revolution? Die Kommentare sind offen. 👇

🚀 PYNGUP BETA-TESTER WERDEN

Keine Kosten, keine Verpflichtungen, nur die Chance, Teil der Anti-Produktivitäts-Revolution zu werden.

→ E-Mail an: info@nikofischer.com
→ Betreff: "17 Apps sind genug"
→ Erzähl mir von deiner App-Odyssee

Oder kommentiere direkt hier unten!

Tags

  • Pyngup
  • Selbstmanagement

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Über den Autor

Nikolai Fischer ist Gründer von Kommune3 (seit 2007) und führender Experte für die Verbindung von Software-Entwicklung und Unternehmertum. Mit 17+ Jahren Erfahrung hat er hunderte von Projekten geleitet und erreichte #1 auf Hacker News. Als Host des Podcasts "Kommit mich" und Gründer von skillution verbindet er technische Expertise mit unternehmerischem Denken. Seine Artikel über moderne Webentwicklung und systematisches Problem-Solving haben tausende von Entwicklern beeinflusst.

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