Direkt zum Inhalt
NikoFischer.com

Main navigation

  • Startseite
  • Über mich
    • My Reading List
    • Recommended Youtube Channels
    • Life Rules
    • Podcast
  • 50-Tage Challenge
  • Impressum
Sprachumschalter
  • German
  • English

Pfadnavigation

  1. Startseite

Die 17-App-Odyssee: Von Todoist bis Notion (und warum alle versagt haben)

🎸
🚀 Beta läuft

PYNGUP: Rebellion gegen toxische Produktivität

Beta auf 100 Plätze begrenzt. Tasks werden zu sozialen Commitments statt einsamer To-Dos.

🚀 Beta beitreten 📖 Story lesen "€487 verschwendet"
Von Niko, 30 Juni, 2025

30. Juni 2025 - Tag 2 meiner öffentlichen PYNGUP-Reise | 10 Min Lesezeit

Ihr habt gefragt, welche 17 Apps mich in den Wahnsinn getrieben haben. Hier ist die vollständige Liste meiner Produktivitäts-App-Hölle. Mit ehrlichen Reviews, geschätzten Kosten und dem Grund, warum jede einzelne gescheitert ist.

Spoiler: Es lag nicht an den Apps. Es lag am System dahinter.

Die "Clean & Simple" Phase (Apps 1-4)

1. Todoist - €48/Jahr
Die Verführung: "Endlich eine saubere, professionelle To-Do-Liste!"

Todoist war meine erste große Liebe. So clean, so organized, so... erwachsen. Ich fühlte mich sofort produktiver. Allein das Erstellen von Projekten und das Kategorisieren gab mir einen Dopamin-Hit.

Warum es scheiterte: Nach drei Wochen hatte ich 47 unerledigte Aufgaben in 12 verschiedenen Projekten. Das "Organisieren" wurde wichtiger als das "Machen". Ich verbrachte mehr Zeit mit dem Sortieren von Tasks als mit deren Erledigung.

2. Any.do - €36/Jahr
Die Verführung: "Noch cleaner, noch einfacher!"

Nach dem Todoist-Fiasko dachte ich: "Ich brauche etwas Einfacheres." Any.do sah aus wie das iPhone der To-Do-Apps. Minimalistisch, elegant, perfekt.

Warum es scheiterte: Zu simpel. Keine Kategorien, keine Projekte, keine Struktur. Nach einer Woche hatte ich eine endlose Liste ohne Kontext. "Website überarbeiten" stand neben "Milch kaufen". Chaos pur.

3. Things 3 - €50 einmalig
Die Verführung: "Das ist das Mac-native Meisterwerk!"

€50 für eine To-Do-App. FÜNFZIG EURO. Aber es war so schön designed, so durchdacht, so... Apple-mäßig. "Das wird mein Leben ändern", dachte ich.

Warum es scheiterte: Zu kompliziert für alltägliche Nutzung, zu simpel für komplexe Projekte. Das "Getting Things Done"-System wollte gelernt werden. Ich verbrachte mehr Zeit damit, das System zu verstehen, als Tasks zu erledigen. Und nur auf Apple-Geräten verfügbar - was ist mit Windows?

4. Microsoft To Do - Kostenlos
Die Verführung: "Kostenlos und von Microsoft - muss gut sein!"

Nach €134 für die ersten drei Apps probierte ich das kostenlose Microsoft To Do. "Zurück zu den Basics", dachte ich.

Warum es scheiterte: Fühlte sich an wie ein Excel-Sheet mit Checkboxen. Null Persönlichkeit, null Motivation. Öffnete die App und fühlte mich sofort demotiviert.

Die "Power User" Phase (Apps 5-9)

5. Notion - €96/Jahr
Die Verführung: "Das All-in-One-Tool für echte Profis!"

Notion war wie Crack für Produktivitäts-Junkies. Datenbanken! Templates! Infinite Customization! Ich baute Systeme in Systemen. Meine Notion-Workspace wurde zum Kunstwerk.

Warum es scheiterte: Ich verbrachte 80% meiner Zeit damit, das perfekte System zu bauen, und 20% damit, es zu nutzen. Notion wurde zu meinem Vollzeit-Hobby. Plus: viel zu langsam für schnelle Task-Captures.

6. Asana - €60/Jahr
Die Verführung: "Das nutzen echte Teams und Unternehmen!"

Asana sollte mein "professionelles" Upgrade sein. Gantt-Charts! Projektverfolgung! Ich fühlte mich wie ein richtiger Projektmanager.

Warum es scheiterte: Overkill für persönliche Tasks. Ich war ein Ein-Mann-Team, das versuchte, Enterprise-Software zu nutzen. Wie mit einem Panzer zum Bäcker fahren.

7. Trello - €60/Jahr
Die Verführung: "Kanban-Boards! So arbeiten die Japaner!"

Trello versprach visuelles Projektmanagement. To Do → Doing → Done. Simpel und genial, oder?

Warum es scheiterte: Funktioniert super für Teams, schrecklich für persönliche Tasks. Meine "Doing"-Spalte war immer leer, weil ich nie mehr als eine Sache gleichzeitig machte. Das System passte nicht zu meinem Arbeitsflow.

8. TickTick - €36/Jahr
Die Verführung: "Todoist-Alternative mit Pomodoro-Timer!"

TickTick hatte alles: Listen, Kalender, Timer, sogar Gewohnheits-Tracking. Das Schweizer Taschenmesser der Produktivitäts-Apps.

Warum es scheiterte: Zu viele Features. Ich nutzte 10% der Funktionen und war von 90% verwirrt. Feature-Bloat at its finest.

9. OmniFocus - €120/Jahr
Die Verführung: "Das ernsthafte Getting-Things-Done-Tool!"

OmniFocus war der Rolls-Royce der To-Do-Apps. Komplex, mächtig, teuer. Für echte GTD-Profis.

Warum es scheiterte: Zwei Probleme: Erstens, nur für Apple. Zweitens, so komplex, dass ich einen Kurs hätte belegen müssen. Die Lernkurve war steiler als ein Alpenhang.

Die "Fun & Gamification" Phase (Apps 10-13)

10. Habitica - €48/Jahr
Die Verführung: "Mach dein Leben zu einem Spiel!"

Habitica verwandelte To-Dos in ein Rollenspiel. Ich hatte einen Avatar, sammelte XP, kämpfte gegen Monster. Produktivität als 8-Bit-Adventure!

Warum es scheiterte: Nach zwei Wochen war die Gamification nur noch nervig. Echter Fortschritt lässt sich nicht in XP messen. Plus: Sah aus wie 1995.

11. Forest - €24 einmalig
Die Verführung: "Fokus durch virtuelle Bäume!"

Forest pflanzte Bäume, während ich fokussiert arbeitete. Schöne Idee: Produktivität meets Umweltschutz.

Warum es scheiterte: Ich fokussierte mich mehr auf die Bäume als auf die Arbeit. Das virtuelle Waldgärtnern wurde zur Prokrastination.

12. 2Do - €30 einmalig
Die Verführung: "Endlich eine App, die alles richtig macht!"

2Do war der Geheimtipp in Produktivitäts-Foren. Flexibel, mächtig, ohne Subscription-Abzocke.

Warum es scheiterte: Zu flexibel. Ich verbrachte Stunden damit, das perfekte Setup zu finden. 847 Konfigurationsmöglichkeiten sind 846 zu viele.

13. Clear - €15 einmalig
Die Verführung: "Gestenbasierte Eleganz!"

Clear war pure Eleganz. Keine Buttons, nur Gesten. Wischen, ziehen, kneifen. Wie Minority Report für To-Dos.

Warum es scheiterte: Gesten sind cool für 5 Minuten, dann nervig für 5 Monate. Und null Funktionen außer "Liste erstellen".

Die "AI & Automation" Phase (Apps 14-17)

14. Sunsama - €192/Jahr
Die Verführung: "Daily Planning mit zen-artiger Ruhe!"

Sunsama war Meditation meets Produktivität. Daily Planning Rituale, ruhige Farben, achtsame Task-Planung.

Warum es scheiterte: €16 pro Monat für eine verherrlichte Kalender-App. Plus: Das "achtsame Planen" dauerte länger als das Arbeiten selbst.

15. Motion - €408/Jahr
Die Verführung: "AI plant deinen perfekten Tag!"

Motion versprach AI-powered Scheduling. Die App sollte meinen optimalen Tagesablauf berechnen. Skynet für Produktivität.

Warum es scheiterte: €34 pro Monat, und die AI war dümmer als ich. Plante mir 12-Stunden-Arbeitstage und 15-Minuten-Pausen. Und ich bin nicht Mark Zuckerberg.

16. Remember the Milk - €40/Jahr
Die Verführung: "Der Klassiker! Das muss gut sein!"

Remember the Milk gibt es seit 2005. Ein Veteran der To-Do-Welt. Bewährt, zuverlässig, klassisch.

Warum es scheiterte: Sieht aus wie 2005. Fühlt sich an wie 2005. War 2005 revolutionär, 2024 museumsreif.

17. Wunderlist (RIP) - €60/Jahr
Die Verführung: "Das letzte Mal, ich schwöre!"

Wunderlist war mein finaler Versuch. Schön, simpel, von Microsoft übernommen und... eingestellt.

Warum es scheiterte: Microsoft tötete es 2020. Meine perfekte App war plötzlich tot. Das ultimative Produktivitäts-Trauma.

Die Rechnung: €1.247 und 3 Jahre meines Lebens

Gesamtkosten: €1.247 (nicht €487 wie ich ursprünglich dachte - ich hatte verdrängt, wie teuer der Wahnsinn wirklich war)

Zeitaufwand für Setup/Learning: ~120 Stunden

Produktivitätssteigerung: -23% (geschätzt, aber gefühlt accurate)

Das Muster: Warum ALLE 17 Apps versagt haben

Nach dieser Odyssee erkannte ich das Problem: Alle Apps behandeln Produktivität als Solo-Sport.

Es ging immer um:

  • DICH optimieren
  • DEIN System perfektionieren
  • DEINE Gewohnheiten tracken
  • DICH disziplinierter machen

Aber Menschen sind nicht dafür gemacht, allein produktiv zu sein. Wir sind soziale Wesen. Wir brauchen andere Menschen, um motiviert zu bleiben.

Das erkannte ich erst, als Sarah mich anrief und wir zusammen ihre Aufgaben erledigten. In 45 Minuten. Ohne App. Nur durch menschliche Verbindung.

Der Wendepunkt: Von App-Suche zu Menschen-Power

Was wäre, wenn Produktivität nicht einsam wäre? Was, wenn Tasks automatisch andere Menschen involvierten?

Statt "Website überarbeiten" → "Tim meine neue Website zeigen"
Statt "Business-Plan schreiben" → "Schwester von Geschäftsidee erzählen"
Statt "Workout machen" → "Mit Sarah joggen gehen"

Plötzlich wartet jemand auf dich. Plötzlich enttäuschst du eine echte Person, nicht nur dich selbst. Plötzlich funktioniert Produktivität.

Das ist PYNGUP. Nicht die 18. App in meiner Sammlung. Sondern der Ausgang aus der App-Hölle.

Was als nächstes kommt

Diese Woche starte ich die Beta-Phase von PYNGUP. Nicht mit perfekten Features, sondern mit der einfachen Idee: Verwandle einsame Aufgaben in soziale Verpflichtungen.

Falls ihr Teil der Beta sein wollt - und auch genug habt von Apps, die nicht funktionieren - schreibt mir. Erzählt mir von eurer eigenen App-Odyssee. Wie viele habt ihr probiert? Welche hat euch am meisten enttäuscht?

Lass uns gemeinsam beweisen, dass Produktivität menschlich sein kann.


Morgen geht's weiter mit: "Was ist ein PYNG? (Und warum dein Gehirn darauf programmiert ist)"

Eure Frage an mich: Welche der 17 Apps kennt ihr? Und welche hat euch auch enttäuscht?

Tags

  • Pyngup
  • Self management
  • Building in Public

Comments

Hilfe zum Textformat

Restricted HTML

  • Erlaubte HTML-Tags: <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.

Related articles

Warum ich nach 17 Apps PYNGUP baue - Meine Rebellion gegen die Produktivitäts-Industrie
Entwicklung PYNGUP Tag 3: Landing Page ist live, Beta-Prozess startet
Tag 4: Multi-Account Testing und die Realität der User-Interaktionen
17 Apps, 23 Bücher und ein Burnout später: Warum Disziplin das falsche Spiel ist

Über den Autor

Nikolai Fischer ist Gründer von Kommune3 (seit 2007) und führender Experte für die Verbindung von Software-Entwicklung und Unternehmertum. Mit 17+ Jahren Erfahrung hat er hunderte von Projekten geleitet und erreichte #1 auf Hacker News. Als Host des Podcasts "Kommit mich" und Gründer von skillution verbindet er technische Expertise mit unternehmerischem Denken. Seine Artikel über moderne Webentwicklung und systematisches Problem-Solving haben tausende von Entwicklern beeinflusst.

Folge Niko auf:

  • Website: nikofischer.com
  • LinkedIn: Nikolai Fischer
  • Podcast: Kommit mich
Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Nikolai Fischer

✌ Hi, ich bin Niko
Unternehmer, Entwickler & Podcaster

Kontaktier mich:

  • E-Mail
  • Telefon
  • LinkedIn

My Reading List

  • $100M Leads: How to Get Strangers To Want To Buy Your Stuff - Alex Hormozi
  • Quantitative Trading: How to Build Your Own Algorithmic Trading Business (Wiley Trading) - Ernest P. Chan
  • Hands-On Machine Learning for Algorithmic Trading: Design and implement investment strategies based on smart algorithms that learn from data using Python - Stefan Jansen
  • Algorithmic Trading - Ernie Chan
  • Let Me Tell You a Story: Tales Along the Road to Happiness - Jorge Bucay
more
RSS feed