Um erfolgreich zu sein, musst du diese 3 Dinge beherrschen

Es geht nicht darum mit riesen Schritten auf dein Ziel zuzurennen. Viel wichtiger ist, dass du einen Weg einschlägst und ihn beharrlich abschreitest. Dabei gilt es 3 Dinge zu beherrschen, mit denen du diesen Weg meistern kannst:

Mindset

Ein wasserklarer Geist ist essentiell, um wertvolle Entscheidungen treffen zu können. Ein Mindset ist eine Art Rezeptsammlung zum Aufbau und der Kultivierung eines klaren Geistes. Du solltest dich intensiv mit deinem Mindset beschäftigen, es laufend hinterfragen und erweitern.

Ich gebe dir hier ein paar erste Mindset Rezepte auf den Weg:

Mindset Rezept Nr 1: Übernimm Verantwortung.

Die Dinge, die dich umgeben sind da, weil du Entscheidungen getroffen hast. Es ist in deiner Verantwortung, dass du dich irgendwann für dein Auto, deine Wohnung, deinen Partner, Freunde, etc. entschieden hast. Geht dein Auto kaputt und muss wieder in die Werkstatt für eine teure Reparatur, dann nutzt es nichts sich zu ärgern. Akzeptiere, dass du irgendwann möglicherweise eine falsche Entschediung für das falsches Auto getroffen hast.

Ein anderes Beispiel: einer deiner Mitarbeiter hat den Quartalsbericht deutlich zu spät abgegeben. Außerdem ist dieser voller Fehler und sehr lückenhaft. Anstatt dich über den Bericht und deinen Mitarbeiter zu ärgern könntest du auch die Frage nach deiner Verantwortung stellen: 

  • Hast du den/die Mitarbeiter:in mit genügend Informationen versorgt
  • Hatte er/sie ausreichend zeitliche Ressourcen für die Erstellung des Berichts?
  • War er/sie vom persönlichen Kenntnisstand überhaupt in der Lage, einen solchen Bericht anzufertigen?

Nicht zuletzt warst du es, der diese:n Mitarbeiter:in eingestellt oder eingearbeitet hat.

Indem du die Vertantwortung für die Welt um dich herum übernimmst, löst du dich von der Ohnmacht und kommst in einer Handlungsposition.

Das Auto ist nicht kaputt, weil das Universum es böse mit dir meint. Du hast dich einfach für eine schlechte Qualität entschieden oder ein zu altes Auto gekauft.

Der/die Mitarbeiter:in hätte durch eine bessere Unterstützung sicherlich einen besseren Bericht abgeliefert.

Durch die Übernahme von Verantwortung bringst du dich in eine Position, in der du die Welt verändern kannst. Dies ist eine sehr wichtige Position.

Ein Hinweis: Beobachte mal die Menschen um dich herum. Schau dir mal an, wer von denen bereits Verantwortung für sich und sein Handeln übernimmt und wer womöglich andauernd über sein Unglück klagt.

System

Anstatt auf Ziele hinzuarbeiten, solltest du dir ein System aneignen, mit dem du Ziele erreichen kannst. Arbeitest du auf ein Ziel hin und erreichst es dann, bist du gut darin, dieses eine Ziel zu erreichen. Sobald du jedoch das nächste Ziel ins Auge fasst, beginnst du wieder von vorne.

Wenn du dir hingegen ein System erschaffst, mit dem du deine Ziele erreichst, dann kannst du dies für alle kommenden Ziele weiterverwenden. Du kannst das System Schritt für Schritt ausbauen und an deine sich verändernden Lebensumstände anpassen.

An einem System zu arbeiten bedeutet, den Weg zum Ziel zu erklären. Wenn du diesen für dich unbeschwerlich machst, dann brauchst du einfach nur einen Schritt vor den anderen setzen und kannst dir sicher sein, an dein Ziel zu kommen.

Ein gut funktionierendes System berücksichtigt alle Komponenten, die für deine Weiterentwicklung, deine Ziele, Projekte und dein Wohlbefinden verantwortlich sind. Du nutzt es, um Projekte zu planen, Aufgaben abzulegen, Erinnerungen zu speichern und Ideen festzuhalten. Um dein Potential vollumfänglich auszuschöpfen, musst du verstehen, wie du selbst funktionierst. Ein System ist daher eine praktische Anwendung einer Bedienungsanleitung für dich selbst.

Ein gut funktionierendes System ist auf deine Persönlichkeit zugeschnitten und entwickelt sich mit dir weiter. Es gibt aber ein paar konkrete Eckpunkte, die ein solches System abdecken muss.

Ich möchte dich einladen, die folgenden Eckpunkte zum Start für dein eigenes System zu übernehmen.

Kernbestandteile des Systems:

Entlaste dein Gehirn

Dein Gehirn ist ein Meister darin, Dinge zu assoziieren und Ideen zu verknüpfen. Um dies aber effektiv tun zu können, musst du es von jeglichem Ballast befreien. Lagere daher in einem ersten Schritt all die Dinge aus, an die du dich erinnern musst. Termine, Aufgaben, Verpflichtungen: so etwas gehört nicht in deinen Kopf, sondern in Aufgabenlisten, Projektplanungen und Kalender.

Wichtig: In dem Moment, wo du mit einer Aufgabe oder einem Termin konfrontiert bist, schreibe es auf. Versuche es nicht zu behalten um es später festzuhalten, sondern notiere es sofort. Am besten geht dies, wenn du immer ein kleines Notizbuch oder dein Smartphone mit einem Kalender und einer Notiz-App zur Hand hast.

Plane deine Schritte

Lege fest, was du tun willst und bestimme dann jeweils den konkret nächsten Schritt und formuliere daraus eine Aufgabe. Diese muss klar und abschließbar sein. Wenn du deine Steuerklärung machen musst, dann ist die Aufgabe nicht “Mache die Steuererklärung”, sondern zum Beispiel “Suche die Rechnungen der Monat Januar bis Juni heraus und lege sie zum scanner”. Die nächste Aufgabe wäre dann “Scanne die herausgesuchten Rechnungen und speichere sie im Ordner Steuererklärung ab”.

Jede Aufgabe, die maximal 2 Minuten dauert, wird sofort erledigt. Der Aufwand für die Verwaltung und Pflege der Aufgabe wäre sonst größer als die Aufgabe selbst.

Individualisiere dein System und entwickle so ein Maximum an Effektivität!

Ich kann mich schnell für eine neue Idee begeistern. In voller Manie kann ich mich in den ersten 1 bis 4 Tagen durchgehend damit beschäftigen und es kaum erwarten, diese in die Tat umzusetzen. Doch ich weiß auch, dass ich schnell die Lust daran verlieren kann und sich mein Fokus dann wieder ändert. Dies kann so schnell gehen, dass ich oft schon am 4. oder 5. Tag nach einer solchen Hochphase mit gänzlich anderen Dingen beschäftigt bin.

Weil ich das weiß, dass das bei mir so ist und ich einfach so funktioniere, mache ich mir diesen Effekt zu Nutze. Es bringt nichts, mich nach dem Abschwung dieser Hochphase weiter mit der Umsetzung der Idee zu quälen. Ich käme dann ohnehin nur sehr langsam voran und verbrauche zudem die Energie und Ressourcen für andere Dinge.

Ich bediene mich stattdessen eines Tricks: Noch in der Phase der vollen Begeisterung für eine Idee oder ein Projekt, breche ich kurz vor dem Peak ab. Ich mache eine harten Cut und beschäftige mich mit etwas völlig anderem. Meist mit einer Tätigkeit, die nichts mehr mit der eigentlichen Idee zu tun hat. Wenn ich zum Beispiel eine Idee für eine Software oder App habe, dann beschäftige ich mich kurz vor dem Peak zum Beispiel mit etwas Handwerklichem. Ich schraube dann gerne an alten Motoren rum, schweiße irgendwas zusammen oder treibe intensiv Sport. Dies tue ich dann mehrere Tage. Erst einige Zeit später - meist vergeht bis zu einer Woche - setze ich mich wieder mit der ursprünglichen Idee auseinander und starte die nächste Phase der Arbeit daran.

Dies hilft mir, den eigentlich Peak deutlich nach hinten zu verlagern. Ich kann dieses Muster über mehrere Runden ziehen und ich nutze diese Zeit dazu, die Idee soweit voranzubringen, dass ich mindestens einen Prototypen habe oder die Idee in ein Stadium bringe, das etwas Greifbares darstellt.

Gewohnheiten

Was du tust, bist du. Willst du also was anderes tun, sei jemand anderes. Vergiss die Habit-Culture, die minutiös das Leben der Supererfolgreichen seziert und versucht, deren Tagesablauf nachzuahmen in der Hoffnung, dass es plötzlich Geldscheine vom Himmel regnet. 

Gewohnheiten sind kein Selbstzweck. Nicht die gute Gewohnheit macht dich zu einem erfolgreichen Menschen, sondern die passende Gewohnheit als Ergänzung zu deinem Leben, deinem System, den Zielen und der Arbeit.

Du sitzt viel im Büro? Dann gleiche das mit Sport aus. Du arbeitest viel mit dem Kopf? Eine regelmäßige handwerkliche Aufgabe kann das richtige Gegengewicht sein.

Und ja: auch frühes aufstehen kann helfen. Sich ein paar neue Gewohnheiten anzuschaffen wird als anstrengender Prozess begriffen, das Erlernen dieser gilt als harte Arbeit. Das sollte es aber nicht sein.

Ein einfacher Trick

Wenn du etwas an deinen Gewohnheiten verändern willst, dann sei jemand anderes. Nicht die Gewohnheit verändert dich, sondern du veränderst deine Gewohnheiten.

  • Du treibst regelmäßig Sport, weil du ein sportlicher Mensch bist.
  • Du stehst früh auf, weil du dich in den Morgenstunden wohl fühlst und dann vor Ideen sprudelst.
  • Du schreibst einen Blog, ein Journal oder Tagebuch, weil du ein:e Schriftsteller:in bist.

Wenn dir zuallererst eine Gewohnheit einfällt, die du dir aneignen möchtest, frage dich: wer bin ich dann? Wer will ich sein?

Sicherlich: Es gibt Methoden, sich neue Gewohnheiten anzuschaffen. Die 1% Methode zum Beispiel, bei der es darum geht, eine Kette kleinster Veränderungen zu bauen und diese an schon vorhandene Gewohnheiten zu knüpfen. Das funktioniert gut und ist effektiv.

Ein klarer Sinn und auch ein zu dir passender Zweck sind jedoch essentiell, um solche Gewohnheiten auch langfristig wirken zu lassen.

Versuche ein Gleichgewicht in dir herzustellen und achte auf deine Bedürfnisse. Leider sind wir nicht mit einer persönlichen Bedienungsanleitung auf die Welt gekommen, die uns Schritt für Schritt erklärt, wie wir funktionieren. Das kannst du nur selbst herausfinden und ich bin mir sicher, dass du bereits ein gutes Gespür entwickelt hast, wie du funktionierst. Es ist nun an der Zeit das zu formulieren und in ein persönliches System für dich zu gießen.

Also los: Entwickle dein eigenes Mindset. Lasse dich inspirieren und schaffe dir Gewohnheiten an, die zu dir passen. Und hab den Mut dich ständig zu hinterfragen und neue Veränderungen zu schaffen.

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