2021 im Rückblick: Was passiert als nächstes?

Veränderung liegt in der Luft.

Es ist eine Weile her, seit ich den letzten Blog Post veröffentlicht habe. Doch die Zeit zum Ende eines Jahres ist eine besondere Zeit: sie gibt einem die Chance herunterzufahren und die Dinge mit etwas Abstand neu zu betrachten. Wie wichtig der Abstand zum Alltag ist, zeigt sich leider erst, wenn man den Abstand bereits gewonnen hat.

Zusammengefasst ließe sich das Jahr in etwa so beschreiben: die kurzfristigen Entscheidungen haben gewonnen. Mit all ihren Konsequenzen. Sie sind ein süßes Gift, die einen allzu oft verführen aber gleichzeitig auf einem versteckten Konto weitere Schulden anhäufen. Die Gründe dafür sind mir vollkommen klar:

Das Jahr 2021 begann wie das 2020 aufgehört hatte: Corona hat den Alltag bestimmt. Und dies spiegelte sich in allen Lebensbereichen wieder. Die Kinder konnten wochenlang keine Schule besuchen und wir mussten als Eltern viel Zeit für das Homeschooling aufwenden. Gleichzeitig war meine Arbeit bestimmt von vielen dringenden und kurzfristig zu erledigenden Arbeiten, die ebenfalls mit dem Thema Corona zu tun hatten. Lockdowns bestimmten den Alltag und machten die Themen eintönig. Fernsehsendungen, Nachrichten, Social Media und Gespräche mit Freunden und Arbeitskollegen: sie alle drehten sich immer irgendwie um das Thema Corona.

Die Eintönigkeit und gleichzeitig anspruchsvollen Anforderungen durch das Homeschooling sickern mit der Zeit langsam in das eigene Gemüt ein. Die Tage gleichen sich. Wenn man einmal merkt, dass man sich an die letzte Woche nicht erinnern kann, ist es eigentlich schon zu spät.

Dennoch: den Herausforderungen zum Trotz war 2020 auch das beste Jahr meines Lebens.

Kinder bringen einen dazu die Wege dauerhaft zu überdenken. Alles wirkt erst einmal schwieriger: Spontanität wird schwieriger, die Sorgen werden größer und selbst der kleinste Ausflug erfordert viel Vorbereitung. An einen geraden Weg ist eigentlich nicht mehr zu denken. Kinder zwingen einem zum hinsetzen oder umkehren obwohl man weitergehen möchte. Aber genau hierin liegt auch der Zauber: Sich darauf einzulassen, sich also hinzusetzen anstatt weiterzugehen, ermöglicht es für einen Moment die Zeit anzuhalten und das SPiel mit dem Moment wiederzuentdecken. Ich stelle mir dann unweigerlich die Frage, ob der Weg, den ich gehe, überhaupt der richtige ist. Gibt es nicht Alternativen? Sollte ich vielleicht einfach mal abbiegen? Vielleicht bleibe ich aber auch einfach sitzen und gehe morgen weiter. Sich immer mal wieder zu hinterfragen und den eigenen Weg mit Abstand zu betrachten, ist etwas, was ich in diesem Jahr für mich neu entdeckt habe. Der Wille zur Veränderung war noch nie so stark.

Die viele gemeinsame Zeit mit der Familie hat uns viel Reibung gekostet aber auch enorm zusammengeschweisst. Wir haben gelernt gegenseitig mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse des anderen zu nehmen. Wir haben unsere Kommunikation verbessert und gelernt unsere Bedürfnisse klarer zu formulieren.

Was ich 2022 in Angriff nehmen möchte:

Angebotspalette der Kommune3 um SaaS Produkte erweitern

Ich möchte mein Unternehmen Kommune3 von einem reinen Dienstleistungsunternehmen hin zu einem Produktanbieter transformieren. Aktuell sind alle Projekte reine Dienstleistungsprojekte, bei denen wir unsere Arbeitszeit verkaufen. Dienstleistung wird weiterhin ein wichtiger Faktor bleiben. Unser Angebot soll aber in verschiedenen Bereichen um SaaS Produkte ergänzt werden.

In 2022 werde ich mit der Kommune3 mindestens 5% der Umsätze über Lizenzgebühren zu erwirtschaften.

Relaunch der Kommune3 Webseite

Die Webseite der Kommune3 ist in die Jahre gekommen und spiegelt nicht mehr den Stand unserer Dienstleistungen wieder. Die Seite soll gänzlich neu erdacht werden und dabei möchte ich alles auf den Prüfstand stellen. Das Design, die Marke und die Art, wie wir unsere Leistungen kommunizieren, soll grundsätzlich neu ausgerichtet werden

Ich werde bis spätestens Mitte 2022 die Kommune3 Webseite relaunchen.

Evaluierung der eigenen Produktivität & Entwicklung eines Online-Kurses

Bereits seit einiger Zeit überwache und hinterfrage ich meine eigene Produktivität. Ich möchte mehr Dinge in kürzerer Zeit und mit weniger Stress realisiert bekommen. Dies tue ich, indem ich verschiedene Techniken anwende mit denen ich meinen Output steigern kann. Dabei habe ich für mich erkannt, dass insbesondere das gezielte Ausnutzen von Hebelwirkungen am effektivsten für mich ist. Ich suche daher gezielt nach Hebelwirkungen, die es mir ermöglichen weit über meine eigene Größe hinauszuwachsen.

In 2022 werde ich einen ersten kleinen Online-Kurs zum Thema rationales Wachstum und Produktivitätssteigerung entwickeln und launchen.

Mich in die Lage bringen, jederzeit einen Halbmarathon laufen zu können

2015 habe ich den Rhein-Ruhr Marathon in Duisburg absolviert. Ein Jahr später habe ich am Amsterdam Marathon teilgenommen. Dies waren meine bisher größten sportlichen Erfolge. Doch eine Sportverletzung Ende 2016 hat mich zu einer längeren Auszeit gezwungen und ich habe es seitdem nicht mehr geschafft zurück in die Spur zu finden.

Doch gerade in meinem Job mit viel Zeit vor dem Monitor, ist Sport enorm wichtig. Ich habe mir für das neue Jahr fest vorgenommen regelmäßiges Sporttreiben wieder zu einer festen Gewohnheit werden zu lassen.

Ich werde in 2022 mindestens 2 mal pro Woche für mindestens 1,5 Stunden Sport treiben.

Wissen teilen & ein Publikum aufbauen

Im Februar 2021 habe ich diesen Blog gestartet, einen Monat darauf habe ich angefangen zu twittern. Es macht mir viel Spaß, auch wenn es mir manchmal schwer fällt eine Konsistenz zu entwickeln. Ich habe mir fest vorgenommen regelmäßiges Schreiben zu einer neuen Gewohnheit zu machen. Schreiben hilft mir meine Gedanken zu präzisieren und Dinge zu reflektieren. Gleichzeitig ermöglicht es mir ein Publikum für meine Themen aufzubauen.

Ich werde in 2022 wöchentlich einen veröffentlichungsfähigen Text verfassen. 52 Texte in 52 Wochen. Ich werde außerdem täglich twittern und bis zum Ende 2022 rund 2.000 Follower erreicht haben.

 

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